Ring of Fire Arena, 1805 Zuschauer
Der Defensiv-Künstler mit der steilsten Frisur der Jugendliga, der Vodoo-Devil war beim Jugendliga-Neuling Ring of Fire zu Gast. Man durfte gespannt sein ob das 3-5-2 von Josef Hammerl mit der Strategie "Ab durch die Mitte" gegen die offensiven "Aussenpracker" aus Wels-Süd die richtige Lösung sein würde.
Über 205 schwerst tättowierte und leicht betrunkene Psycho-Fans hatten den beschwerlichen Weg nach Enns auf sich genommen und bewiesen gleich mal lautstark zu gröllen. Erstes Lied war eine Ode an das weibliche Geschlechtsorgan! (Psychobilly-Insider wissen bescheid. Hat was mit der Toris zu tun!)
Das destruktive Spiel der Devils brachte in den ersten 38 Minuten das Spiel komplett zu stehen. "Aufhören" Rufe waren zu hören. Auch wenn es auf den Tribünen lustig zu ging. Und vor Allem auch sehr flüssig, was die Augen der Bierstände-Besitzer zum Glänzen brachte.
Dann wars endlich so weit. Eine hervorragende Solo-Leistung von Virbutas Regalovskis brachte das 1:0 für die Hausherren.
Und kurz darauf stürtzte sich Voodoo-Torhüter Scherer gerade noch in den strammen Schuss von "Meister" Petz. Aus dieser tollen Reaktion des Torhüters folgte ein Konter für die Gäste, den wiederum Marcos Monteoliva abschließen konnte. Ausgleich und exzessiver Jubel im Auswärts-Sektor.
Nachdem die Frisuren wieder gerichtet waren, verfolgten die Fans der Devils eine haarsträubende Szene in der Hintermannschaft ihres Teams. Norrevang, der sonst so erfahrene Jugendliga-Spieler, paßte genau auf Gegner Codina, der allerdings kläglich vergab.
Und dann gings rund! Eine Menschentraube umschlang den Schiedsrichter, der noch immer vehement und standhaft auf den Elferpunkt zeigte. Sehr fragwürdig, aber dennoch, Strafstoß für die Heimelf!
Die Nachspielzeit der ersten Halbzeit war schon angebrochen als Johannes Tamm das Leder vom weißen Punkt aus einnetzte. 2:1 für Ring of Fire! Doch der Schiri ließ noch weiter nachspielen. Klaus "Meister" Petz hatte noch die große Gelegenheit zu erhöhen und tat das auch! Was für eine kraftvolle Aktion als er sich durch die dicht gestaffelte Abwehrreihe schob und zum 3:1 einnetzte.
Da half all das Protestieren der Voodoo-Verantwortlichen nicht, der Schiri ließ noch einen Angriff der Gäste zu. Mittlerweile die 49te Minute, doch Schererkonnte gegen Konieczko retten. Jetzt pfiff der Mann in Schwarz sofort ab!
Josef Hammerl gratulierte dem Schiri zu seiner Leistung und gab auch ein Lob an seine Mannschaft zum Besten. Währenddessen knurrte der Evil Devil seine Devils an und bastelte an einer Art Puppe in schwarzen Klamotten.
Fast wäre die zweite Halbzeit nicht mehr angepfiffen worden. Der Schiri hatte plötzlich schwere Krämpfe am ganzen Körper. Erst als auf der VIP-Tribüne die Speisegabel vom Evil Devil, mit der er auf die vorhin geformte Puppe einstach, entfernt wurde, konnte der Referee weitermachen!
Und wie zur Bestrafung der magischen Aktion des Devils machte Robert Sileo nur 3 Minuten nach Wiederanpfiff das 4:1! Die Devils konterten mit Sportlicher und Radikaler Reaktion. Zuerst haut Mark Reitze seinen Gegenspieler um. Gelb! In der 75ten stürmt dann Siegmar Dieker durch die Abwehr der Hausherren und verkürzte auf 2:4! Hoffnung bei den Devils-Fans, die vehement den Ausgleich forderten. Jedoch bekamen sie etwas zu sehen, was wohl eher zum Kaffeekränzchen paßt als auf den Fußballplatz. Mark Reitze hatte den Schiri einmal zu oft "angesudert" und sah jetzt Gelb. Oh! Der hatte bereits Gelb, also logische Konsequenz. Gelb Rot für das Plappermaul!
Damit war die Moral der Devils gebrochen. Ring bekam kurz darauf durch Edgar Geir die Chance auf das 5te Tor, doch er schoß den Ball über das Tor. Leicht untertrieben, denn der Schuß war schon fast ein Konkurrenzprodukt zu neuen Abfangjägern! Monteoliva ließ in der 79ten seinem südländischem Charme spielen, doch der half beim Schiri auch nix. Hand ist Hand, und das bedeutet Gelb!
Noch zweimal kamen die Hausherren gefährlich vors Gästetor, aber es blieb beim ohnehin hohen 4:2 Erfolg der Feuer-Ringe, die damit Walvater-Herausforderer Nummer Eins bleiben!