VooDoolounge, 30997 Zuschauer
"Gibt es denn eigentlich nur noch besch... Wetter?" dachte sich Manager Schwoch als der Teambus vor der VooDoolounge anhielt um Einlaß zu erlangen. Doch nicht die Security hielt den Bus auf, sondern hunderte ROB-Fans, die fanatisch das Team anfeuerten und auf ihre Art begrüßten. Erst nach Minutenlangen Ovationen konnte der Bus in das Areal einfahren.
Auch im Stadion machten sich die ROB-Fans gleich mal lautstark bemerkbar und gröllten "Hurra Hurra, die Welser sind jetzt da!" Und auch beim Bierstand im Auswärtsblock machte sich diese Tatsache schnell bemerkbar, denn er machte den Umsatz seines Lebens.
Das Spiel stand wieder mal unter genauer Beobachtung von internationalen Scouts, die die jugendliche Abwehr der Old Boys wieder mal unter die Lupe nahm, denn zur Zeit ist die Defensivreihe einfach das Um und Auf der ROB-Erfolge. Und die Mischung mit den "Alten Hasen" im Mittelfeld und dem Alleinunterhalter Senseig im Sturm ist einfach zur Zeit sensationell.
Das spiel konnte also beginnen, und man merkte schnell, dass heute wohl kaum die Ballzauberer auftrumpfen werden. Kein Problem für die Old Boys, denn bei uns führt der Weg zum Sieg über den Kampfgeist.
Die Hausherren zeigten aber gleich mal, dass bei ihnen die Trauben ganz hoch hingen, denn von Beginn an hatten sie mehr Spielanteile und kamen mit dem tiefen Boden auch besser zurecht. Dennoch verzeichnete ROB die erste Möglichkeit im Spiel. Joe Franzl war mitgelaufen und erlange einen Paß von Henri Mathe, doch "Haaaanses" Schu0 ging hauchdünn am Tor vorbei. Pech für ROBs Abwehrrecken.
Die VooDooDolls waren offensichtlich schwerst motiviert, denn sie gingen mit teilweise sehr ruppigen Attacken vor. So sahen innerhalb von 3 Minuten 2 Spieler der Hausherren dunkel-Gelb, weil sie die ROB-Mittelfeld-Strategen umgemäht hatten. Pfui, aber das ist Fußball. "Ist nun mal kein Murmelspiel" um den "Iron Man" Manhart zu zitieren.
Doch diese etwas härtere Gangart forderte ein Opfer, und zwar in den eigenen Reihen, denn Bob Lynn mußte nach 31 Minuten wegen einer Zerrung rauß.
Die Old Boys versuchten nun wieder ihre alte Kampfeskraft zu aktivieren. Als vorbildlicher Kapitän ging Mathe mit bestem/schlechtestem Vorbild voran. Denn in der 35ten hätte der ROB-Kapitän wohl bei einem sensiblen Schiri Rot gesehen, so ware es Gott sei Dank nur Gelb!
Dann wars Zeit für den Pausentee und ein 0:0 war aufgrund der mangelnden richtigen Torchancen noch das Beste am Spiel bisher. Manager Schwoch reagierte mit einer positiven Ansprache und einem Tee mit minimalst Rum darin. Oder war es Rum mit minimalst Tee...
10 Minuten waren in der zweiten Hälfte gesperrt und was schon einmal funktioniert hat, vielleicht gehts ja wieder. Das dachte sich zumindest Trainer Penrose, als er Zorn rauß, und Steenberger reinschickte.
Die Hausherren weiterhin mit brutalen Attacken gegen die ROBianer, die sich schwerst zurückhielten mit ihren Gegenangriffen. In der 66ten rächte sich die Übermotiviertheit der Hausherren, und Simon Gilleron sah Gelb-Rot. Eine große Schwächung für das VooDoo-Team und die Chance für die Boys...
Die ROB-Viertelstunde wurde wie immer absichtlich 2-3 Minuten früher eingeklatscht und erneut hätte es fast zum Torerfolg geführt. Joe Franzl war schon auf und davon und hätte nur noch einschießen müssen, doch da pfiff die Pfeife auf Abseits. Wilde Proteste brachten nichts ein, oder doch? Gelb für Franzl.
Dann eine Minute darauf Freistoß für ROB. Und alle wußten wer jetzt wohl antreten würde. Kapitän Henri Mathe legte sich das Leder zurecht. Würde er zum Helden der Nation an diesem verregneten Tag?
Er blickte auf, sah die Lücke und ballerte das Leder frech ins kurze Eck! 1:0 und die Old Boys Fans konnten es nicht glauben. Tausende kugelten auf der Tribüne hin und her, und vor ihnen ein Mathe der sein ROB-Tattoo auf der linken Brust entblößte. Gänsehaut pur!
Die ROB-Kicker hatten jetzt einen Mann mehr am Feld und versuchten die Führung über die Runden zu bringen. Göpf Senseig probierte es mit leicht unfairen Mittel und sah noch die Gelbe Karte.
Doch das war dem Schweizer 13 Minuten später aber sowas von egal, denn da hieß es: Vierter Sieg im Fünften Spiel!
Schwoch nach dem Spiel: "Wir sind ganz klar die Minimalisten in dieser Liga. So wenig Tore und dennoch Tabellenführer. Wer das gewettet hat, sitzt jetzt in einer Luxusvilla in Hawaii und badet mit hundert Bikinimädchen..."
Spieler des Tages: Henri Mathe, eigentlich könnte man ihn immer wieder nominieren, doch auch heute wieder zurecht, mit dem Goldtor die 3 Punkte eingepackt und nach Hause gebracht. |