Stoss im Himmel, 412 himmlische Fans
Man war sich im Präsidium nicht ganz sicher ob man die Herausforderung des fc waters aus Wien annehmen sollte. "Stoss im Himmel", das Stadion hörte sich nach Mehrkosten, von wegen Flugkosten, an. Dennoch entschied man sich anzunehmen, schon allein weil ja eine berühmte, oftmals besuchte Brauerein in der Bundeshauptstadt steht.
12 tapfere Auswärtsfans begleiteten die Mannschaft. Nachdem man nach einer Stunde Flug mit dem Privatjet des Managers Schwoch in Wien Schwechat gelandet war, folgte eine 1 1/2 Stunden lange Busfahrt durch Wien. (Fragen Sie mich nicht nach dem Sinn der Aktion.)
Das Spiel konnte also beginnen. Wider Erwartens spielte der fc waters ohne Engelsflügerln und bewies seine teuflische Konsequenz im Torchancen-Ausnützen in Minute 4. Reinhard Riel traf nach einem Angriff über rechts.
In Minute 8 klatschte das runde Leder an die Latte der Old Boys. Es war an der Zeit, dass Trainer Buschauer mit der Peitsche deutete um damit die Offensiv-Abteilung zu wecken.
Willibrord Kuysterman nahm sich das zu Herzen und eroberte den Ball und netzte beinhart ein. Die 12 mitgereisten Fans die heute aufgrund der Anzahl als Auswechselspieler nominiert waren und daher auf der
Trainerbank saßen, jubelten auf.
Albrecht Mayr, ein echter Old-Boy versuchte in Minute 16 sein Glück, doch der Keeper der Heimmannschaft rettete. Da die Gäste jetzt immer mehr Chancen hatten, blieb den "wateranern" nur eine Möglichkeit in den Spielbericht zu kommen. Osman Zehetner holte aus und traf mit sienem Ellbogen einem Old Boy mitten ins Gesicht. Klare Sache: ROT ! Zehetner diskutierte noch einige Zeit mit dem Schiri, während der leicht angeschlagene Tiggelovend sich ein Bierchen gönnte, und danach wieder weiter spielen konnte.
Noch geschockt von der Brutalität der Wiener ließ die Verteidigung der Gäste eine Chance für Baumann zu, doch der vergab so kläglich, dass selbst die eigenen Fans ihn auspfiffen.
Kornherr, sein bester Freund, wurde daraufhin so wütend, dass er Albrecht Mayr so zerlegte, dass er nicht mehr weiter spielen konnte. Kornherr sah mit einem breiten Grinsen Gelb dafür. Rapid wechselte den Transfer-gefährdeten Pollak ein und holte ihn kurz darauf wieder vom Feld zur Halbzeit-Pause.
57 Prozent Ballbesitz und ein Mann mehr am Feld, dass rief den grandiosen Rhetoriker und Motivator Schwoch aufs Programm. Er predigte besonders auf den neuen Mann Lederer ein, der vom Vorstand vorm Transfer als nicht benötigt eingestuft wurde.
Eben jener Lederer, vollst motiviert, zog 2 Minuten nachdem er seine Tränen weggewischt hatte von der linken Seite ab und brachte die Boys in Führung. Jubel und Geschrei und eine geballte Faust des Managers auf
der VIP-Tribüne. Nur 6 Minuten später eine Volley-Granate von Tero Nikkanen, doch der Torwart konnte abwehren.
Minute 61: Lederer kürt Schwoch zum glücklichsten Mann des Spiels. 3:1 durch die Neuerwerbung nach mieserablen Rückpaß der geschwächten Heim-Abwehr.
Tero Nikkanen gratulierte etwas eigenwillig auf finnisch und der Schiri wertete das als Meckern und zeigte Gelb. Wolf Bures wollte dann noch mal das Spiel spannend machen und spielte den Ball am 16er quer zu
einem Gegenspieler. Doch Gerfried Baumann vermochte es nicht den Ball in den Maschen unterzubringen.
Siem Tiggelovend zeigte ihm in der 85. Minute wie es geht und netzte wunderbar zur Entscheidung, dem 4:1 der Gäste, ein. Wolf Bures noch immer schwerst enttäuscht von seinem Querpass versuchte nun das Glück auf der anderen Seite des Spielfelds, doch traf er nur die Latte.
In Minute 89 hatte Tiggelovend einen kurzen Aussetzer, denn er schnitt seinen Gegner Otto Ciok so um, dass er sich draussen gleich neben Albrecht Mayr legen konnte. Die letzte Aktion in diesem rassigen Freundschaftsspiel!
Resümee: 5 Tore, 2 schwer verletzte Spieler, 1 mal Rot, 3 mal gelb, eine gelungen Partie, die sich nur mehr Zuschauer verdient gehabt hätte...
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