Rainer Schlager Stadion, 12000 fix und fertige Zuschauer
Ein wenig Wehmut hatte Manager Schwoch schon als er auf der VIP-Tribüne im Heimstadion Platz nahm. Immerhin rechnete ein jeder mit einer gehörigen Packung für den Gastgeber. Aber Schwoch konterte (Fähigkeit passabel) und verwies auf das ausverkaufte Haus, dass von Beginn an lautstark die eigene Mannschaft unterstützte. Der immer sehr offensiven Taktik der Computer-Menschen setzt Trainer Buschauer todesmutig eine 3-5-2 Aufstellung entgegen die sich mit Kontern versuchen sollte. Zusätzlich wurde vorm Spiel die Parole "Hobt Spass am Spü, tats eich net weh und loßts es auf eich zukuma!"
3 Minuten waren gespielt und es stand noch 0:0 was bei dem Gegner eine starke Leistung war, doch dann wars soweit. Rapid versuchte einen Angriff zu starten und lief schnurrstracks in einen brandgefährlichen Konter der Mäxchens.
Ralf Müller stürmt durch die Mitte und es steht 0:1. Die mitgereisten Auswärtsfans jubelten beiläufig, da sie sich vorgenommen haben erst ab dem 0:5 so richtig zu jubeln.
Die Rapid Fans skandierten "Ausgleich" doch die "Kopfräume" setzten die farbigen Akzente, vorerst. Gelb wegen absichtlichem Handspiel für Friedrich Hold! Und als Günter Bodner 2 Minuten später das 0:2 per traumhaften Seitfallzieher erledigte wurde es etwas leiser im Stadion.
Die entscheidende Stimmungswende dann in Minute 14. Bis dahin war ja Trauerstimmung die sich jetzt aber in eine sehr gereizte und aufgeheizte verwandelte. Helmut (Schöner Vorname) Trautwein schnitt Gonzalo Marin um, als dieser den Ball aufgaberlte um einer Cheerleaderin zu gefallen und sah dafür nur Gelb. Marin krümmte sich vor Schmerzen und die Cheerleaderin mußte ihn erst aufrichten, während die Hardcore-Fans tobten und einen Ausschluß forderten.
Bombenstimmung jetzt auf dem Sektoren und Spielunterbrechung wegen dreier Mega-Rauchbomben im ehemaltigen C-Sektor, sprich der West-Kurve.
Dann gings weiter und endlich die so ersehnte sportliche Antwort auf die brutale Attacke. Jörgen Harning, ausgeruht, da seine
derzeitige Produktion ("Dänische Saunastunden 2") am Vortag Drehpause hatte, netzt unwiderstehlich zum Anschlusstreffer ein.
Und nun war es wirklich laut im Stadion. Selbst der Präsident der ROBs applaudierte um sich dann wieder seinem Capuccino zu widmen.
6 Minuten darauf, ein schwerer Fehler in der Abwehr der Gäste und der litauische "Filigran-Fuzzi" Slegeris schießt , doch das Leder schlägt nicht zur zwischenzeitlichen Sensation ein, sondern knapp daneben.
Ein lautstarkes Raunen ging durch die Kurven... 1 Minute später die nächste Großchance für die Gastgeber. Flanke und einer der Verteidiger der Gäste schnappt sich den Ball mit den Händen und reicht ihn "leise Lapaloma-pfeifend" an den Torhüter. Dennoch der Schiri hats gesehen und es gab Elfmeter.
Mucksmäuschenstill wars im Stadion und Henri Mathe, der Bomber, legte sich das Rund zurecht. Mit einer Granate bauscht sich das Netz und nun war wirklich die Hölle los. Jubelnde Gesichter wohin man sah, nur auf der Trainerbank der Gäste waren fassungslose Betreuer und Spieler zu sehen.
Mit einem 2:2 gegen den haushohen Favoriten gings zum Pausentee und Trainer Buschauer ging mit so einem weißen strahlenden Grinsen in die Kabine, dass er danach gleich einen Werbevertrag mit "Colgate" unterschrieb. Lobesreden sind für ihn nicht einfach, aber dieses Mal bewegte "Der Principe" Rainer Schlager höchstpersönlich seinen Astral-Körper in die tiefsten Katakomben des nach ihm benannten Platzes.
In der gegnerischen Kabine wurde es dieses Mal "etwas" lauter, sodass selbst die ROB-Kicker ein hämisches Grinsen nicht
unterdrücken konnten.
Mit dem Unentschieden im Rücken gings in Hälfte 2 und die zu besonders wichtigen Spielen immer erscheinenden VIPs hielt es auch kaum noch auf den Sitzen. Mittlerweile war auch der Präsident der Gäste anwesend und Rainer Schlager entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten vor dem Spiel (Siehe Video-Sequenz). 3 Minuten nach Wiederbeginn hämische "Schmäh-Rufe" aus dem Auswärtssektor. Ralf Müller hatte die Headrooms wieder in Front gebracht. Markus Frank, der eigentliche Superstürmer der Gäste, hätte in Minute 64 fast die Entscheidung gebracht, aber sein Schuß knallte an die Stange. Ausschnaufen bei Gonzalo Marin, der seine Mannschaft mit feurigen spanischen Temperaments-Bekundungen nach vorne trieb.
Die Rapid-Viertelstunde war gerade eingeläutet als es plötzlich zu einem gröberen Gerangel im Strafraum der Gäste kam. Die Fans tobten und wollten schon eingreifen, als der Schiri plötzlich auf den Elfmeter-Punkt deutete. Tobende Fans und laute "Henri, Henri-Rufe" ertönten.
Und "Bumm-Zack-In das Tor", 3:3 und erneut Jubel, als ob der Weltmeister-Titel geholt worden wäre.
Doch es sollte noch gröber für die Gäste kommen. Der erholte Jörgen Harning schnappte sich nur eine Minute später das Leder und stürmte von der Seite kommend aufs Tor zu. Der Torwart der Mäxchens sieht Baert in der Mitte und kommt rauß, doch gerade auf das hatte Harning gewartet. In Spitzen-Stürmer-Manier schoß er aus spitzem Winkel ins Tor und dann war alles nur noch Extase pur!
Wie in einem Gangbang-Film von Harning flogen die Spieler aufeinander (Um eins klar zu stellen, Jörgen macht nur Hetero-Filme) und auch auf den Tribünen kugelten die Fans herum.
Unglaublich diese Führung. Die VIPs tranken aus ihren "güldernen" Bechern (Milcho Bonev hatte da Beziehungen) und die "normalsterblichen" Fans stiessen mit ihren Plastikbechern an.
Die letzen Minuten verliefen in Todesstille im Rainer Schlager Stadion. Nur die Auswärtsfans wurden laut als kurz vor Schluß ein
"Transparent biblischen Ausmasses" in die Höhe gezogen wurde. Wieder mal eine gelungene Fan-Aktion der Grün Blauen. |
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Und dann war Schluß. Freudentränen überall und wutentbrannte Auswärts-Fans, die versuchten ihren Unmut an den Ordnern auszulassen, allerdings war das mit wenig Erfolg gesegnet,...
Super Stimmung danach, der Präsident griff tief ins Geldbörserl und spendierte jedem Fan ein Freibier...!
Gefeiert wurde bis am Montag in der Frühe, was die Wirtschaft in Wels aufgrund der Arbeiter-Ausfall-Quote ziemlich schädigte.
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