Rapid Old Boys -
Eintracht Graz  1 - 4 
ZUSAMMENFASSUNG
0-1
Michael Rath -28
1-1
Wolf Bures -40
Spiel anschauen: HT-Live
1-2
Michael Rath -45
Datum: 05.03.2006 um 09:30
1-3
Giuseppino Carlotti -65
MatchID: 63663595
1-4
Carlo Quirós -75
Stadion: Rainer Schlager Stadion
Zuschauerzahl: 12000
Daniel Hingis -43
Gerhard Wegscheider -80
52%
Ballbesitz
48%
Michael Rath -83
41% 59%

Rainer Schlager Stadion, 12000 gepreßte Zuschauer...!

Ausverkauftes Haus im Schlager-Stadion. Tränen beim Vereinskassier und glänzende Augen bei den Vorstands-Mitgliedern.
Die zahlreich erschienenen Grazer Fans benahmen sich bereits vor dem Spiel sehr vorbildlich und auch kurz vorm Anpfiff zeigten sie ihre Freundlichkeit durch eine übergroße Choreographie (Siehe Eintracht-Graz-Website), mit den Grüßen an Manager Schwoch, was diesen fast zu Tränen rührte. Das lag aber auch vielleicht an den scharfen Zwiebeln in seiner Fleischlaberl-Semmel!
Nach dem 1:8 in Graz und der stundenlangen Bestrafung durch Esmeralda hatte sich Trainer Buschauer ein Pressing-System in Form einer 4-5-1-Aufstellung eingebildet. Gewisse Fußballexperten am Platz murmelten etwas, von "abgeklatschte Version des Walvater-Systems!"
27 Minuten funktionierte diese Aufstellung tadellos und Trainer Buschauer ließ sich schon feiern, doch er hatte nicht mit den Handballer-Qualitäten seiner Kicker gerechnet. Mit einem wuchtigen Faustschlag traf Wolf Bures, der heute besonders aggressiv war, den Ball und nicht das Kiefer eines schimpfenden Fans, und so kams zu einem Handselfer.
Michael Rath ließ sich nicht lange bitten und netzte souverän ein. Die zahlenmäßig haushoch unterlegenen Auswärtsfans waren die ersten die jubeln durften.
Die Rapid-Spieler, verwirrt über diesen Elfer, wußten nicht wirklich was sie an diesem Vormittag taten (Das Bierzelt bei der Energiesparmesse war am Vortag einfach zu verlockend) und durften sich dennoch über den Ausgleich freuen. Handselfer auf der anderen Seite. Dieses Mal eben im Strafraum der Grazer. Bures tritt an und netzt souverän ein. 1:1 nach 40. Minuten und Trainer Buschauer ballt die Faust Richtung Wolf!
In Minute 43 zeigten die Gäste, dass sie nicht besonders gut aufgelegt waren, denn Hingis, ja das ist der Bruder von Martina, mähte Dragan Irrschik um. Nachdem dieser von der medizinischen Abteilung wieder zum Leben erweckt wurde, murrte er nur "Hey Alda, du kommst auch noch in meine Gasse!"
Während Irrschik den "Todesängste-ausstehenden" Hingis verfolgte, gabs Eckball für Graz. Der Franzose Josephine (Unter lautstarkem Buhen der "Frankreich-Antisympathisanten", ist ein neuer Fanklub...) verlängerte einen Eckball und der Schweizer Sabri "nudelte" das Rund am Tor vorbei!
Als die Uhr 45 zeigte nahm Dimitris Klijbroek den Ball hoch und wollte ihm den Schiri geben, doch dieser hatte noch nicht abgepfiffen und gab Elfmeter für die Gäste. Während Manager Schwoch Dimitris mit seinem Handbuch ("Holländisch für Blonde") versuchte ihm zu erklären, dass die Halbzeit noch nicht aus war, erzielte Michael Rath den dritten Hands-Elfer in diesem Spiel.
Provokant pfiff der Schiri zum Anstoßpunkt und dann direkt in die Kabine. Die Old Boys Fans waren ausser sich und buhten was das Zeug hielt. Dennoch luden sie den Mann in Schwarz auf zig Biere ein... Schade nur dass er sie nicht fangen konnte!

Pausentee und Buschauer motivierte seine Jungs. 52 % Ballbesitz sind gegen so einen übermächtigen Gegner eine stolze Ausbeute. Manager Schwoch appelierte während dessen an die Fans die ein sehr ungezogenes Transparent hochzogen, während der Manager der Grazer zur Dopingkontrolle geholt wurde. Irgendein Scherzbold hatte gemeint, dass er doch tatsächlich der Bruder vom Schwager vom Freund von der Schwester vom Freund von Fritz Mayer sei, der sich eine Eintrittskarte für die Olympischen Spiel übers Internet bestellt hatte.
Nach einer kurzen schmerzlosen Kontrolle kehrte Manager Raduwolf murrend zurück und erhielt unter leisem Gelächter einen Doppler Bier spendiert!

Ein unschickliches Transparent der Old Boys!

Die zweite Hälfte konnte beginnen. Und gleich nach Wiederanpfiff der Schock für Rapid. Nachdem im letzten Freundschaftsspiel bereits 3 Verteidiger verletzt wurden, erwischte es dieses Mal Wolf Bures, den 4ten Defensiv-Mann.
Josef Oswald mußte sich warm machen, und das tat er auch mit ein paar "Glühweinen". Dieses "Warm-Machen" zeigte seine Wirkung und Oswald spielte kurz darauf ungeniert den Ball zurück, welchen Giuseppino Carlotti mit einem satten Schuß zum 1:3 ins Netz beförderte.
Trainer Buschauer hatte mittlerweile seine Feier-Laune zur Seite gelegt und geiselte sich mit der von Esmerlada ausgeborgten Peitsche schon mal selbst, um auf den Geschmack zu kommen.
Michael Rath war heute nicht zu halten. Immer wieder versuchte er es mit scharfen Flanken und in Minute 75 knallte das Leder an das Schienbein von Carlo Quiros und von da ins Netz. 1:4, der Untergang Teil 2, zeichnete sich ab. Die Fans wollten dennoch nicht aufgeben und feuerten die Boys so richtig an.
Carlo Quiros wollte den Titel "Zufalls-Torschütze" nicht auf sich sitzen lassen und probierte es mit einem Lupfer, doch Torhüter Marin sah entspannt zu wie der Ball auf die Latte tropfte.
In Minute 80 wollte Gerhard Wegscheider einen Freistoß herausschinden, knallte bei seiner Schwalbe aber gegen die Bande, und sah deshalb wegen "stümperhaften Versuches" Gelb.
Carlos Quiros wurde noch immer vom Hardcore-Sektor der Heimmannschaft verarscht und wollte erneut beweisen, dass er es besser kann, doch der Ball landete am Bahnhof, nach einem 350 Meter Flug und ich denke, genauso hoch war er auch. Quiros verließ daraufhin unter höhnischen Applaus den Platz und der Psychiater der Grazer kümmerte sich um ihn.
In Minute 83 meckerte Michael Rath ein wenig zu viel "wielange wüstn des spü nu rena losn?" und sah dafür Gelb.
Die Luft war jetzt draußen, und so zeigte der Schiri sich gnädig und nahm das "Leder-Laberl", es war wirklich nicht mehr viel Luft drin, an sich und pfiff ab.
Die Fans jubelten beiden Mannschaften zu und man mußte sich eingestehen, dass die Konditon gewisser Männer in Grün Blau zu wünschen überläßt, und dass die Grazer erneut verdient gewonnen hatten.