Rapid Old Boys
3 – 4
Walvater FC
Zusammenfassung
0  - 1 Anton Brezna -4
0  - 2 Hannes Knöbel -37
1  - 2 Javier Edmundo Galperin -40
Datum : 26.3.2008 09:30
1  - 3 Klaus Jud -45
MatchID: 171492834 2  - 3 Jeremey Baert -49
Stadion : Rainer Schlager Stadion 2  - 4 Anton Brezna -61
Zuschauerzahl: 1563 3  - 4 Jeremey Baert -62
Othmar Köberl -19
47%
Ballbesitz
53%
Hannes Geyer -44
47%
53%
Florian Resl -73

St. Schlager Stadion, 1563 Zuschauer
Ein ganz großer Verein sollte es im nächsten Freundschaftsspiel sein, so dachte Schwoch nach, als er in der Kantine aus dem Fenster blickte. Und da kam ihm doch die Idee seinen alten Kumpanen und Menthor Walvater Jesus anzurufen um ihn zu einem Gala-Spiel im St. Schlager Stadion einzuladen. Der war natürlich einverstanden und beide einigten sich auf ein faires Spiel ohne die ganz großen Stars.

Eine Tageszeitung brachte es mit Hilfe eines bekannten Statistik-Institutes auf den Punkt. Das Spiel wird zu 90 % mit 4,15 Toren zu 1,7 Toren für Walvater ausgehen. Basierend auf den bisherigen Ergebnissen in 12 Begegnungen. Schwoch nahm die Zeitung und studierte sie genau. Wo? Am "Häusl", denn das Toilettenpapier war zu Ende!

Das Spiel hatte also die besten Voraussetzungen, und 1563 Zuschauer stampften den bisherigen Zuschauerschnitt von 1162 Zuschauern in den Boden. Ok, ok, gleich verschon ich Sie lieber Leser mit Statistiken, aber eine habe ich noch. Das Durschschnittswetter mit bewölkten Himmel stimmte auch dieses Mal. Brisant wurde das Duell auf jeden Fall aufgrund der Tatsache, dass mit Anton Brezna ein junger talentierter Walvaterspieler auflief, der von ROB heftigst umworben wird.

Beide Mannschaften setzten auf ein 3-5-2 und es trafen die Spielsysteme "Ab durch die Mitte" und "Aussen ´rum" aufeinenader. Die Gäste natürlich haushoher Favorit und sie wurden gleich mal aktiv. Und eben jener von ROB umworbene
Brezna ließ gleich mal seine Visitenkarte da. 1:0 durch das Talent aus der Mozartstrasse. Allerdings wurde er von den heimischen Fans im gegnerischen Dress nicht gerade willkommen geheißen!
19te Minute, Othmar Köberl hatte die ROB-Aufstellung nicht mitbekommen, denn beim Freistoß dachte er an Henri Mathe, und rückte den Ball nicht heraus. Allerdings war Mathe nicht dabei, und so bekam er zurecht Gelb!
Dann etwas Ruhe im Spiel. Beide Teams neutralisierten ihre Offensiv-Kräfte. Zumindest bis zur 37ten Minute, als Superstar Hannes Knöbel auf 2:0 erhöhte. Pfiffe der ROB-Fans, Jubel im Auswärtssektor begleiteten den Derby-Torschützen.
5 Minuten noch in Hälfte Eins. "Der Gaucho" Galperin war etwas ungeduldig geworden. Kaum Chancen für die Hausherren,
also stürmte er nach vorne. Und wie! Was für ein Schlenzer über den Torhüter und schon stands nur noch 1:2! Der Gaucho
hatte wieder mal zugeschlagen!
Und ROB drückte jetzt auf den Ausgleich. Daniel Konrad nahm eine Flanke von Ex-Walvater-Kicker Pfeifer volley, jedoch konnte sich ein Verteidiger gerade noch in den Schuß werfen. "Ruhe sanft!" dachte sich da so manch ein Zuschauer.
Dann ein harter aber fairer ZWeikampf, bei dem Hannes Geyer zu Boden ging. Er war mit dem "Dänischen Rocker" Sepstrup zusammen geprallt und mußte raus. Für ihn kam Stefan Hackl.
Die Halbzeit war eigentlich schon vorbei, und der Schiri blickte auch schon auf die Uhr, jedoch sah sein Linienrichter noch ein Foul im Strafraum von ROB. Allerdings ein sehr umstrittenes, denn wilde Proteste verlagerten die gesamte ROB-Elf an die Seitenlinie. Eine Menschentraube umgab den Schiri-Assistenten, doch der blieb hart und wies den Referee: Elfmeter!
Klaus Jud wars egal, er netzte in der Nachspielzeit der Verlängerung zum 1:3 aus Sicht der Hausherren ein.

Dann war Halbzeit und einige "Geschenke von den Tribünen" hagelten auf die Schirme der Ordner, die den Schiri aufgrund eines angesagten "Bierschauers" trocken hielten. Schwoch brachte es auf den Punkt. Nicht der Schiri war schuld, sondern sein Team selbst. Kaum Chancen, und dann auch die noch vergeben! 1 Tor gegen 3 bedeutete die Pausen-Führung für die
Gäste!

Es war also ein Appell an die Moral der Spieler, die er da in der Halbzeit brachte, und die wiederum brachte eine überraschend frisch und munter wirkende ROB-Elf in Hälfte zwei. Und wer sonst ausser Jeremey Baert (Ex-Walvater) sollte in der 49ten Minute das 2:3 einschießen. Jubel bei den ROB-Fans über den tollen Treffer des "Verlorenen Sohns".
61te Minute, Eckball für die Gäste. Klaus Jud flankte zur Mitte und Anton Brezna war erneut zur Stelle. 4:2 für Walvater.
Aber die Gastgeber gaben nicht auf. Ein super gespielter Paß von Rodriguez brachte Jeremey Baert ins Spiel, und der nützte diese Gelegenheit zu seinem zweiten Treffer. 3:4, alles wieder offen! Kurz vor der ROB-Viertelstunde gabs ein gewaltiges Kopfballduell, bei dem Florian Resl schmerzhaft zu Boden ging, allerdings konnte er weitermachen.
Und kurz vorm Ende fast noch der Hattrick von Brezna, jedoch war der angeschlagene Resl zur Stelle und kratzte das Leder von der Torlinie.
Aus und Vorbei! Walvater gewinnt knapp aber doch gegen die Old Boys und verläßt als eine der wenigen Mannschaften das
St. Schlager-Stadion als Sieger.

Schwoch war dennoch nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft: "Beide Teams setzten auf Offensive und eine hat halt ein Tor mehr geschossen als die andere. Brezna hat heute bewiesen dass er ein großes Talent ist, und wir würden ihn wirklich gerne bei den Old Boys willkommen heißen. Aber wichtig ist jetzt das Spiel am Sonntag gegen Bärli, was wohl schon Meisterschafts entscheidend sein könnte."

Spieler des Tages: Jeremey Baert, der "Verlorene Sohn" netzte im Doppelpack und bewies wiedermal, dass er gegen seinen Ex-Klub besonder motiviert ist. Wäre Anton Brezna bereits im Grün Blauen Dress aufgelaufen, wäre wohl der Jungstar der Mann des Tages gewesen.