Rainer Schlager Stadion, 1368 Zuschauer
Die Old Boys suchten einen Aufbaugegner, einen Jausengegner, eine sogenannte "gmahte Wiesn", da sie allerdings keinen fanden (Überraschende Wendung im Absatz), forderte der Manager die BW Fighters heraus. Dieses OÖ Derby ist, nicht nur aufgrund der früheren Fanfreundschaft Rapid/Voest, eine interessante Paarung. "GRÜN WEISS BLAU - RAPID UND SK V" stand auf mehreren Transparenten!
Die Blau Weißen Kämpfer wollten mit einer etwas defensiven 4-5-1 Taktik den Angriffs-Wellen der ROB-Elf den Wind aus den Segeln nehmen, allerdings setzte ROB dagegen, mit insgesamt 5 Offensiven Spielern zusätzlich zum Sturm-Duo Holle und Toni Brezna. Allgemein sollte man erwähnen, dass es eher die Young Boys waren, die heute auf dem Rasen waren. Nicht weniger als 7 U23 Spieler waren auf dem Spielblankett.
Unter ihnen Helmut Greiner mit seinem zweiten Debüt (Im ersten würde er gegen BW Fighters verletzt, welch eine Brisanz), und Helmut Christl, ein Protektionskind des Managers.
Knapp 1400 Zuschauer namen sich die Zeit am Mittwoch vormittag ins Sankt Schlager Stadion zu pilgern. Nicht wenige kamen vom Wochenmarkt in Wels, was ihren Zustand (Leicht alkoholisiert) erklärte...
Das Spiel begann mit einem vehementen Versuch der Old Boys ein schnelles Tor zu erzielen, allerdings haben sie da nicht mit einer so massiven Abwehrmauer gerechnet, denn die Betonmischer im Abwehrzentrum der Fighters hatten die erste halbe Stunde eine hervorragende Leistung gebracht.
Umso mehr ärgerte es den Manager der Blau Weißen, dass es in der 31ten Minute Elfer für die Hausherren gab. Holle war theatralisch zu Boden gegangen, sein zweites Standbein ist definitiv die Schauspielkunst, und der Schiri war drauf "reingefallen". Der Ge"foulte" war es selbst der antrat, und das Leder beinhart versenkte. 1:0 für die Boys, Torschüzte "Holle Holle Holle".
Und die Linzer nun verunsichert. Ein schneller Angriff über Greiner und ein Paß zu Toni Brezna, der einen tollen Angriff per Aufsetzer zum 2:0 verwertete.
Und gerade mal 5 Minuten später der endgültige Bruch der Moral der Fighters. Toni Brezna nach Paß von "Superritschie", der 18jährige Brezna zeigt erneut eine Super Leistung im Sturm.
Vor dem Spiel waren es einige BWF-Spieler die mit Konsequenzen drohten, sollte ROB den neuen Superstar Wiebrand Zorn einsetzen. Und so schien es schwerste Absicht von Rupert Schwaiger, als dieser den Holländer brutalst niederstreckte. Dunkel-Rote Karte und eine Behandlung für Zorn, der allerdings zur Freude der Zuschauer weiter machen konnte.
Die Old Boys trabten erhobenen Hauptes in die Kabine um die weiter aufbauenden Worte des fröhlich gestimmten Manager Schwochs zu lauschen. Besonders erwähnte er die beiden Helmuts, die anscheinend ein besonders großes Steinderl im Brett des Managers haben.
Americo Alegria war der auffälligste Spieler bei den BWFs. Er zeigte einige technische Genialitäten, allerdings nur solange, bis der Schiri das Spiel wieder anpfiff, denn dann war der ROB-Expreß wieder am Zug. Florian Resl stürmte in den Strafraum und ballerte das Leder in die Maschen. 4:0, Resl wieder mal ohne Aggressionen, dafür mit Tor.
Helmut Greiner war besonders motiviert und verlangte immer wieder den Ball. Allerdings wenn er ihn nicht bekam, dann meckerte er, was sowohl Trainer als Schiri nicht gefiel. Zweiterer gab dafür die erste Gelbe in der Karriere des H. G.!
Der Ex-Old Boy im Tor der Blau Weißen, Hugo Mahr bewies in der 52ten sein Können. Was für eine Granate von Zorn, doch der Schlußmann konnte parieren. Gegenzug der Blau Weißen, und endlich sah Oliver Rieder den Ball auch mal aus der Nähe, jedoch nur soviel, dass er ihn kurz übers Tor zischen sah. Rutishauser hatte die einzige Chance der Linzer vernebelt.
In der 71ten Minute, die ROB-Fans rieben sich ihre Händchen für die letzte Viertelstunde warm, war es "Superritschie" Ableitinger, der eine Traumflanke zur Mitte drosch, und Helmut Greiner war zur Stelle. Was für ein "Zweit"-Debut des Welsers. Tor für ROB, Tor für den 17jährigen aus der Akademie.
Und kurz vor der ROB-Viertelstunde war es "Holle", der erneut zur Stelle war. Er erlangte einen Super Paß von Zorn und knallte das Runde ins Eckige. 6:0, die Linzer waren nun komplett gebrochen.
9 Minuten noch zu spielen und von Protektionskind Helmut Christl war bis dahin nicht viel zu sehen, jedoch sollte auch er in seinem Debut-Spiel zu seinem Tor kommen. Ein unglaublicher Schuß, der wohl kaum als aussichtsreich begonnen hatte, aber dafür umso erfolgreicher endete, rutschte durch die Beine von Hugo Mahr und Christl ließ sich am Zaun der Old Boys feiern, als ob er das entscheidende Tor um die Meisterschaft geschossen hat. So nebenbei trank er zwei Fans ihre Bierchen aus. Was für ein Spieler!
Der Schiri blickte schon auf die Uhr, dann auf die Anzeigentafel, "Die armen Linzer" dachte er sich, und wollte schon 3 Minuten früher Schluß machen, doch rechnete er nicht damit, dass Toni Brezna seinen Hattrick vollenden wollte. Was für ein Solo, was für ein Tänzchen um den herausstürzenden Goalie, Tor, 8:0 für die Old Boys ein bitteres Debakel für die Blau Weissen Kämpfer, die wohl etwas zu hoch verloren hatten an diesem schönen Mittwoch vormittag.
Schwoch war natürlich zufrieden mit dem Spiel "Der Elfer und der Ausschluß von Schwaiger haben uns sicherlich geholfen. Erwähnenswert sei dass die Jüngsten heute das Spiel entschieden haben. Brezna (18), Greiner (17), Christl (18), Ableitinger (19), Resl (20), Bruggner (22), Franzl (21), das sind sieben Talente die wir weiterhin fordern und fördern werden, wie es so schön heißt."
Spieler des Tages: Der ehemalige Walvater-Rohdiamant wurde bei uns geformt und zum Hattrick-Schützen dieses Spiels. Toni Brezna, fühlt sich sichtlich wohl in dieser jungen Mannschaft.
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