Stadion La Roda, 468 Zuschauer
Nach einer der bittersten Woche in der Historie von ROB mußte Wiedergutmachung her. 3 Fanbusse wurden zur Verfügung gestellt, sodass 100 der treuesten Fans auf Kosten des Teams mit nach Almisano di Longio reisen konnte.
Bella Italia, Sonne, Strand, Meer, das Land des Weltmeisters. Da wollte Schwoch mit seiner Mannschaft schon immer mal hin. OK, wenn er gewußt hätte dass sich ein Tief über dem Fleckchen Erde wo das Spiel stattfinden sollte befand, hätt er wohl an der Grenze gleich wieder umgedreht. Denn es schüttete seit Tagen und der Rasen glich eher einem Rübenacker.
Die ganze Reise gabs nur ein Thema. Der gesetzte Akademiespieler Kurtl Pertl hatte seinen Reisepaß vergessen und wurde von der Mannschaft aufgezogen, dass er sich schon mal auf einen längeren Grenzaufenthalt gefasst machen kann. Hinter schwedischen Gardinen, da in Italien auf illegale Einreise 5 Jahre Häfn stehen. Der junge Mann wandte sich zitternd an Manager Schwoch, der meinte,
er werde das schon irgendwie regeln... Gelächter bis zum Stadion.
Der Fußballplatz, nennen wir es halt so, war nicht besonders gut gefüllt. Ca. 350 italienische Tifosi mit Fahnen und Doppelhaltern ("Tifo-Bericht") machten gute Stimmung, während die ROB-Fans gröllten was die Stimmbänder hergaben und ein schnell gemaltes Transparent mit "Freiheit für Kurt P." aufhingen, was natürlich wieder für heitere Stimmung bei den Spielern sorgte.
Es ging also los, und ROB wieder mal mit einem offensiv ausgerichteten 5-4-1. Und das obwohl die "Fachpresse" gemeint hat, vielleicht sollte man wieder auf 3-5-2 umstellen, denn mit dem jetztigen System würde man kaum Tore schießen. Was nach 90 Minuten wiederlegt werden sollte.
Almisano versuchte durch Vorchecking und konsequentes Pressing die ROB Mittelfeldstrategen Zorn und Larsson erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Doch nicht die waren zu Beginn gefährlich, sonder Nik Manhart setzte sich nach 4 Minuten durch und
stürmte in Richtung Torhüter um mit einem Heber noch auf Alfi Pfeifer zu spielen, der mit einem "Dropkick" locker einnetzte. 1:0, alles nach Plan!
11te Minute dann eine Seltenheit. Der "Iron Man" Manhart sieht Gelb. Ok, ok, das ist nun wirklich keine Seltenheit, aber die Tatsache wegen einer "Schwalbe" eine Karte zu sehen, ließ ihn neben Pertl zum zweiten Zielpunkt böser Bemerkungen werden.
Die Old Boys versuchten das Beste draus zu machen, dass es so regnete. Da ließen sich nur hohe Bälle verteilen. Es dauerte allerdings bs zur 29ten Minute bis es wieder zu einer Torchance kam. "Holle Holle Holle" knallte das Leder aufs Tor, doch der italienische Schlußmann hielt das Geschoß. Die Flanke war erneut von Manhart gekommen, der nun von den Fans "Schwalbenkönig und Flankengott" genannt wurde.
Denn nur eine Minute später erneut eine tolle Flanke vom "Iron Man", Adressant erneut Holle. doch dieses Mal war der Ball im Netz. Was für eine Hammer, das 2:0, genau nach einer halben Stunde.
In der 33ten dann sogar der dritte Treffer für die Old Boys. Ein Doppelpass zwischen Zorn und Larsson brachte letzteren perfekt in Schußposition und "El Glatzo" ballerte das Leder in die Maschen. Was für ein Hammer. "Ein Schuß wie ein Elch" stand auf einen Doppelhalter für den schwedischen Mittelfeld-Akteur, und paßte genau zu diesem Tor!
Mo Rainton (UCA) trat Manhart in der 37ten Minute in die Beine, was beim "Iron Man" sichtlich das Wutgen hervorrief, aber er riss sich noch zusammen. Gelbe Karte für Rainton.
7 Minuten später war es Magalhaes (UCA) der raus mußte. Ein "Phantom" hatte ihn gegens Schienbein getreten und war dann in einem blau grünen Menschenknäuel aus Spielern untergetaucht. Böse Stimmen behaupten es war der "Iron Man". Führ ihn kam Arnold Demars, der so wie die anderen kurz darauf zur Halbzeitpause in die Kabine trabte... eher lief, bei dem Regen.
In der Kabine von ROB herrschte feucht-fröhliche Stimmung. Auch in diesen 15 Minuten waren Pertl und Manhart das bestimmende Thema, daher fröhlich. Feucht? Naja, bei dem Regen?
Nach dem die Haartrockner in der Kabine heiß gelaufen waren, waren auch die Spieler wieder heiß auf mehr Tore aufs Feld gelaufen. (Doppelte Wortwiederholung!) Alfi Pfeifer hatte nach 15 Minuten einen genialen Einfall und spielte den "Akademiker" Christoph Wiener frei. Der "Gscherrte" lief alleine auf den gegnerischen Goalie zu. Mit einem Lambada-Tänzchen umspielte er den verdutzten Torhüter, und schoß zum 4:0 ein. Wieder ein Tor des jungen Nachwuchstalents, der bei Manager Schwoch einen "Stein im Brettl" hat.
Dann nach 70 Minuten zwei Wechsel bei ROB. Der wieder fitte Serowik kam für den "illegalen Grenzgänger" Pertl und der noch etwas lädierte Gilles "Kanone" Kuonen kam für Holle.
Die ROB-Viertelstunde begann mit lautstarken Applaus der gut 100 Fans. Und Wiebrand Zorn bedankte sich artig dafür. Mit einem tollen Solo erledigte der "Zornige" das 5:0 und brachte die "Zweifler am System" endgültig zum Schweigen.
Doch auch die Hausherren sollten noch zu ihrem Erfolgserlebnis kommen. Flanke von rechts, und Nino Piarba köpfte (leider) etwas unbehindert ein. Da hatte die Hintermannschaft etwas geschlafen, was Erich Eier sauer aufstossen ließ.
84te Minute, Freistoß für ROB. Nach kurzen Diskussionen wer in der Abwesenheit des Großmeisters Mathe antreten sollte, war es Manhart der sich das Leder zurecht legte. (Das Alphamännchen hatte sich wieder durchgesetzt.)
Doch anstelle eines wuchtigen Schusses, war es ein gefinkelter Flankenball, der Gilles Kuonen perfekt in Szene setzte. Und in alter "Goalgetter-Manier" köpfte der Schweizer zum 6:1 ein!
Rachid Nasslahcen holte sich noch eine Gelbe Karte ab, als er den Schiri überreden wollte doch 5 Minuten früher abzupfeifen und er ihm den Ball reichte. Allerdings verhinderte er damit die Freistoßausführung von Almisano!
Die letzten Minuten wurden von lauten Gesängen im Auswärtsblock begleitet, wo die Fans von ROB mit einer Pollonaise feierten. Dann war das Match im Matsch vorbei und es war ein wohl tuender Erfolg für die Old Boys und deren Anhänger.
Manager Schwoch: "Es war ein grausliges Wetter, aber wir haben den Tag mit wunderbarem Spiel hell erleuchtet, wenn ichs mal so poetisch ausdrücken darf. Aber scherz beiseite, wir haben heute kompormisslos den Weg nach vorne gesucht, und gefunden! Auch wenn es uns der Gegner heute ETWAS leichter gemacht hat, als wir es von der Liga gewohnt sind."
Spieler des Tages: Christoph Wiener, der Akademie-Spieler, machte in der Innenverteidiger einen guten Eindruck, und konnte seine gute Leistung mit einem Tor krönen.
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