Rapid Old Boys
2-0 (1-0)
FC Saulis
Zusammenfassung
1 - 0  Reinhard Seidl 41'
Datum : 26.7.2009 09:30 2 - 0  Göpf Senseig 78'
Stadion : St. Schlager Stadion 1 Gelbe Karte Marcin Dwornik 70'
Zuschauerzahl: 25519 Hat sich verletzt Andrzej Serowik 30'
Angeschlagen Karl-Erik Larsson 39'
59%
Ballbesitz
41%
   
58%
42%

St. Schlager Stadion, 25519 Zuschauer

Die Wolken waren düster, die über dem sonst so sonnigen Schlager-Stadion hingen. Ein schlechtes Zeichen wie so manch angereister Hobby-Schamane deutete. Manager Schwoch war allerdings bester Stimmung. er hatte seinen feinsten Zwirn angelegt, und strahlte vor Selbstvertrauen. Er hatte beim morgendlichen Besuch der Toilette eine Erleuchtung gehabt, dass es ein guter Tag wird!

Die Gäste mit einer Best-Besetzung die sich gewaschen hatte. Aber auch die ROB-Kicker waren am Morgen duschen, so wie es schien, und hielten gegen das brutale 3-5-2 der Gäste mit einem 4-5-1 dagegen. Endlich wieder mit dabei, Henri Mathe, der exzessiv gefeiert wurde. Ausserdem hing ein Transparent am Zaun "Aufgeben heißt Versagen", eine harte Kampfaufforderung der Fans.

Die ersten 30 Minuten verliefen leicht überraschend, denn die Old Boys machten das Spiel und versuchten ihre Flügelzangen immer wieder anzubringen.
Dann allerdings eine Hiobsbotschaft. Serowik mußte verletzt raus. Für ihn kam Haaanse Franzl, der leider in letzter Zeit eher durch schlechte Form auffiel, als zu glänzen. Vielleicht hilft ihm ja die Einwechslung etwas.
33te Minute, das Schlager-Stadion hielt den Atem an, als Göpf Senseig zum Schuß kam. Und was für ein Hammer, allerdings schmetterte er gegen die Latte und von dort in den Himmel über St. Schlager. Was für ein Geschoß, das Gehäuse vibrierte so sehr, dass es heute noch nicht still steht. Raunen/Staunen bei den Fans, was für ein Pech, wie schön wär doch zu mindest die einmalige Führung gewesen.
Doch ROB weiterhin bestrebt das Spiel zu machen. 39te Minute allerdings wurde wieder mal der Verletzungsteufel akut! Karl Erik Larsson wurde brutalst umgeschnitten und mußte noch am Rasen genäht werden. Doch der Wikinger wurde von Dr. Blutstau so zusammengeflickt, dass er weiter machen konnte. Was für ein Einsatzwille. Das es keine Karte für diese Attacke gab, grenzte an schierem Wahnsinn. Das war sozusagen ein Freibrief zum Gemetzel.
40te Minute, Chance für die Saulis, John Hallingstad ballerte aufs Tor, doch keine Probleme für Maxi Weigl, das Ding ging daneben.
Aber den Ball holte er sich sofort. Ein weiter Ausschuß zu Reini Seidl, der mit dem Ball blitzartig in den Strafraum der Saulis marschierte. Was heißt marschierte, lichtgeschwindigkeits-mäßig in den 16er eindrang. Und dann, der große Moment, Tor für die Old Boys, der Flügelflitzer brachte Wels zum Erbeben. Was für eine Sensation, die Führung für die Hausherren.
Kurz darauf der Pausenpfiff, und so manch ein ROB-Fan rieb sich die Augen, als er auf die Statistik blickte, dass die Heimelf doch tatsächlich 59 % Ballbesitz hatte.

Schwoch war hellauf begeistert. Trotz seines Anzugs trank er einen kräftigen Schluck aus der Bierflasche. Mathe machte daraufhin einen Scherz. "Prolet im Sonntagszwirn" und erwartete einen Schelte, doch Schwoch würde nie etwas gegen seinen Star sagen. Weiter so, war das Resümee der Ansprache.

Dann die zweite Halbzeit, kaum ein Andrang bei den Bierständen und dennoch Rekord-Umsätze. Wie das geht? Die Fans kauften in der Pause soviel wie sie tragen konnte, um ja keine Sekunde des Spiels zu übersehen.
70te Spielminute, dann schwere Tumulte am Rasen und auf den Rängen. Gästespieler Dwornik hatte Henri Mathe brutal niedergegrätscht. Alle erwarteten die Rote Karte und eine erneute Verletzung des Superstars. Doch er konnte weitermachen. Die Fans jubelten ihm zu, erwarteten aber jetzt den Anschluß von Dwornik, doch der kam mit der Gelben Karte davon. Wütende Proteste der ROB-Spieler und Fans, wobei die Sicherheitsleute im "Harten Kern"-Sektor alle Hände voll zu tun hatten. Zu groß die Anspannung und der Druck bei Spielern und Fans.
Das Spiel konnte allerdings weitergehen, und zwar mit der ROB-Viertelstunde. Somit waren die Fans auch wieder beschäftigt, waren sie abgelenkt.
3 Minuten waren "geklatscht", als Reini Seidl den Ball am Flügel nach vorne bewegte. Ein kurzer Blick zur Mitte, wo Göpf Senseig nur kurz deutete, und schon landete der Ball gefühlvoll beim Schweizer, der dann alles richtig machte. Mit dem "großen Zeh" sozusagen beförderte er das Leder über die Torlinie. 2:0, nun war die Freude riesig. Eine Spieler-Menschentraube sammelte sich vom "Harten Kern" und ließ sich feiern. Fans kugelten in den Sektoren hin und her und jubelten ihren Helden zu, doch noch war das Spiel nicht aus.
12 Minuten noch, die Spannung war nun so groß, dass die Luft im St. Schlager-Stadion förmlich knisterte. Die Minuten verstrichen, als wären es Stunden, doch in Minute 90 dann blickte alles auf den schwachen Mann in Schwarz, der endlich etwas richtig machte. Er pfiff das Spiel ab und flüchtete sofort in die Katakomben, denn die ROB-Fans stürmten aufs Feld und feierten ihr Team, als ob sie die Meisterschaft gewonnen hätten. Einige Kicker kamen danach nur noch in Unterwäsche in die Kabine, denn die Fans waren ausser Rand und Band.

Schwoch nach dem Spiel: "Offensichtlich kann ich mir das ganze nur so erklären, dass wir brutalst unterschätzt wurden. Wenn man sich die andere Mannschaft ansieht, fragt sich wohl so mancher wie wir gewinnen konnten. Da gibts nur 3 Worte: Siegeswillen, Kampfgeist, Zusammenhalt!"

Spieler des Tages: Reini Seidl, mit seinem Tor und dem Assist zum zweiten Treffer!