Waldstadion, 26625 Zuschauer
Fast 2200 ROB-Fans waren in das nicht allzu weit entfernte Waldstadion gereist, dass einem vor Jahren noch kleiner vorgekommen war. Sie hatten allerdings aus Protest ihre Transparente verkehrt aufgehängt und standen mit dem Rücken zum Rasen. Grund war die ihrer Meinung nach unkonsequente Haltung des Vereins überhaupt erst anzutreten, denn die Fanklubs hatten Unterschriften gesammelt die Partie zu schmeißen, wenn Dnipro antrat. Warum wissen eh alle in der Liga! "Habt ihr Anstand, schmeißt ihr das Spiel" stand in großen Lettern auf einem Transparent, wobei dies, anscheinend eher den Hausherren galt... Dubios!
Erneut einige Umstellungen im ROB-Team brachten Trainer Halgren erneut ins Schwitzen und die Formschwäche wichtiger Spieler war eben auch eklatant. Es ging sich aber gerade noch ein 4-5-1 aus.
Das Wetter paßte zur Stimmung im Auswärtssektor, die extrem aggressiv und mürrisch war. Es regnete in Strömen und erneut mußte ROB bei solch widrigen Umständen ran, was normalerweise kein gutes Vorzeichen war, siehe Donaupark am Mittwoch.
Das Spiel konnte unter grellen Pfiffen der nun richtig stehenden Auswärtsfans beginnen. Man verstand kaum das eigene Wort in der Nähe des ROB-Blocks.
Was man noch nicht verstand kam in Minute 21: Brutales ROT-Foul von Funk an Nik "Iron Man" Manhart, der wie ein Stein zu Boden fiel. Dr. Blutstau stürmte auf den Rasen und zeigte sofort einen Wechsel an, nachdem er sich übergeben hatte. (Die Wunde sah aber wirklich nicht schön aus.)
Die ROB-Fans forderten natürlich die Rote Karte! Jedoch gab der Schiri unverständlicher Weise nur Gelb! Die ROB-Fans und die Spieler waren daher ausser sich. Erste Becher flogen auf den Rasen, was für eine Entscheidung. Allerdings hebte sich die Stimmung gleich, als Ersatzmann Mathe reinkam, der allerdings auch noch immer eine Bandage am linken Bein hatte.
32 Minuten, Mahmut Amon ballerte das Leder rechts über das Tor, was ihm bei den ROB-Fans Applaus einbrachte.
Auch die Abwehrreihe der ROBianer, die wieder mal umgestellt worden war, war an diesem Tag alles andere als sattelfest. In der 34ten Minute brachte dies den Hausherren eine Chance ein. Gabriel Kern ballerte das Leder in die Maschen, 1:0 für die Dnipros, deren Fans nun jubeln durften.
Und nur eine Minute später fast schon die Entscheidung. Dieses Mal war Amon zur Stelle und traf das Tor. 2:0, keine Chance für Maxi Weigl. Erneut Aufregung vor dem ROB-Sektor, dieses Mal mit Beteiligung von etlichen aufmarschierten Sicherheitskräften.
Kurz vor der Pause konnte sich Weigl dann auszeichnen. Trotz seiner Bandagierung am Oberschenkel hechtete er ins Kreuzeck und wehrte einen Schuß von Quintero ab.
Trotz eines ausgeglichenen Ballbesitzes konnte ROB keine Chancen verbuchen, was nach vorne kein gutes Bild machte. Allgemeine Pfiffe und Gegrölle für die erste Halbzeit!
Dann gings zum Pausentee. Zur Beruhigung hatte Schwoch Kamillentee kochen lassen. Ein Schuß Rum von Zeugwart Saufkovski machte ihn etwas schmackhafter. Schwoch ermahnte die Spieler sich nicht von der Stimmung auf den Rängen beeinflußen zu lassen!
Und es kam noch schlimmer... 4 Minuten gespielt, Eckball für Dnipro, doch der in der Mitte stehende Busquets verpaßte das Leder.
In der 54ten Minute kam wieder Stimmung auf. Positive bei Dnipro, äußerst Beängstigende im Auswärtssektor, als die Gastgeber einen Elfer zugesprochen bekamen. Und Leo Funk machte das Tor, trotzdem er im Hintergrund von Maxi Weigl die ROB-Fans am Zaun hocken sah.
Dann die ROB-Viertelstunde, die zwar etwas verhalten aber dennoch eingeklatscht wurde. Michi Szarfinski ging vom Feld, und für ihn kam "Kanone" Kuonen, der damit ein 4-4-2 komplettierte.
Und das half auch. Kuonen wurde 3 Minuten später im Strafraum gelegt und der Schiri gab Elfer für ROB, was die Stimmung im ROB-Sektor, sagen wir mal, etwas verbesserte.
Reini Seidl trat statt dem angeschlagenen Mathe an und netzte genauso sicher ein. 1:3 und Seidl brachte den Ball zum Anstosspunkt.
9 Minuten noch und Edy Cymbalenko fing in den Abwehr einen Ball ab um ihn schnell nach vor zu spielen. Irgendwie kam Mathe an den Ball und schoß sofort, doch der Ball ging nur cm am Tor vorbei, das hätte das 2:3 sein müssen.
Undnur eine Minute später ein weiterer Schuß von Mathe, der aber sichtlich nicht fit genug war. Erneut gehalten, und damit die Möglichkeiten zu einem Unentschieden dahin.
Kurz vor dem Ende trat Reini Seidl seinen Gegenspieler noch um und sah dafür Gelb. Dann wars Spiel vorbei, und während auf der Auswärtstribüne die Dritte Halbzeit begann, kam Manager Schwoch zu den berühmten letzten Worten:
"Miese Partie...Wär mehr drin gewesen... grrrr...."
Spieler des Tages: Reini Seidl war heute der Mann des Tages. Trotz seines "jungen Alters" zeigte er viel Reife und schoß den Elfer auch sicher rein! Vielleicht wird ja wirklich er mal nach Mathes "Spielende" der neue Kapitän, wie die Fans es sich wünschen.
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